So gelingt der Cappuccino daheim!

cappuchinoCremig, vollmundig und ein absoluter Hochgenuss – das ist der italienische Cappuccino für all diejenigen, die nicht auf schwarzen Kaffee stehen. Er ist wohl der Klassiker und teilt sich seine extreme Beliebtheit wohl nur mit seinem „Bruder“, dem Latte Macchiato. Doch während bei dem die drei klar getrennten Schichten aus heißer Milch, Espresso und Milchschaum das Wichtigste sind, ist es beim Cappuccino die perfekte Vermählung der Drei.

Und während man es sich mittlerweile natürlich ganz einfach machen und fertiges Cappuccino-Pulver kaufen kann, so wird man mit einem solchen „Alles-drin“-Tütchen niemals an den Geschmack eines selbst gemachten Cappus rankommen! Und wie Ihr den ganz einfach zu Hause machen könnt, wollen wir Euch hier erklären.

Das wird gebraucht

Um den „perfekten Cappuccino“ zu brauen, benötigt man zwei fundamentale Zutaten: Milch und Espresso. Dabei spielt die Milch gleich zweimal eine Rolle: Zum Ersten wird sie erwärmt und zum anderen zu Milchschaum verarbeitet, der dafür sorgt, dass der Cappuccino schön cremig wird.

Das optimale Verhältnis aus Milch, Milchschaum und Espresso sollte übrigens jeweils ein Drittel betragen. So kann sich der Geschmack des Espressos entfalten, ist aber dank der Milch nicht zu stark.

Wer seinen Cappuccino noch verzieren will, sobald er fertig ist, sollte zusätzlich noch etwas Kakaopulver zur Hand haben.

Und was für Gerätschaften benötigt man? Nun, zum einen natürlich einen Kaffeevollautomaten, eine Senseo oder welches Gerät man auch immer zum Espresso-Machen sonst benutzt. Manche Kaffeemaschinen verfügen zusätzlich über eine Düse, mit der man auch gleichzeitig direkt die Milch erwärmen und aufschäumen kann.

Hat man keine solche Maschine, tut es natürlich auch ein elektrischer Milchaufschäumer oder wahlweise der gute alte Schneebesen und ein wenig Muskelkraft.

Will man einen originalgetreuen Cappuccino genießen, braucht man zu guter Letzt noch eine Cappuccino-Tasse. Die ist etwas flacher und breiter als „normale“ Tassen, verfügt über relativ dicke Keramikwände und hat ein Füllvolumen von knapp 150 Millilitern.

Alles parat? Gut! Los geht’s!

Das Geheimnis liegt im Milchschaum

Ok, als Allererstes: Es ist vollkommen egal, welche Milch man für den Cappuccino nimmt. Viel Fett, Magermilch, es hat keinerlei Einfluss auf die Fähigkeit, zu schäumen, auch wenn einige „Kaffee-Experten“ das gerne behaupten. Man kann also vollkommen frei und „nach Gusto“ entscheiden.

Was aber sehr wohl „richtig“ sein sollte, ist die Temperatur der Milch. Je kälter die Milch, desto mehr Zeit bleibt ihr beim Aufschäumen, möglichst feine Bläschen zu bilden. Ist die Milch hingegen zu warm, erhitzt sie zu schnell und sind erstmal 70 °Celsius erreicht, war’s das mit dem Milchschaum, denn dann zersetzt er sich.

Mit der Dampfdüse an Kaffeevollautomaten wird die Milch nicht nur aufgeschäumt, sondern auch gleichzeitig erhitzt – der wahrscheinlich einfachste und praktischste Weg, seinen Cappuccino zu machen.

Wenn man die Milch „manuell“ erhitzen muss, sollte man ein Kochthermometer zu Hand haben, um die Temperatur kontrollieren zu können. Auf keinen Fall darf die Milch kochen! Ist die Milch warm genug, kommt der Schneebesen oder der Aufschäumer zum Einsatz. Ist die gewünschte Menge an Milchschaum produziert, kann man das Gefäß kurz beiseitestellen und sich um den Espresso kümmern.

Am besten mit Espresso Lungo

Während die erwärmte Milch etwas ruhen darf, damit der Schaum sich festigt, wird nun der Espresso zubereitet. Für den traditionellen Cappuccino nimmt man übrigens einen Espresso Lungo, also einen verlängerten Espresso. Um diesen zu fertigen, nimmt man die doppelte Menge an Wasser, sodass er nicht so stark ist. Auch deshalb ist der Cappu bei so vielen beliebt, denn er ist dadurch sehr mild und nicht zu stark. Das unterscheidet ihn zum Beispiel auf vom Latte Macchiato, denn bei diesem wird ein normaler Espresso genommen.

Ab in die Tasse!

So, jetzt hat man in einem Gefäß die aufgeschäumte Milch und in einem anderen den Espresso Lungo – doch in welcher Reihenfolge muss man sie jetzt einfüllen? Zunächst einmal kommt der Espresso in die Tasse, etwa 50 ml (weil, wie wir gelernt haben, hat eine Cappuccino-Tasse etwa 150 ml Fassungsvermögen und jede Zutat soll ein Drittel sein). Danach wird zunächst die warme Milch eingeschüttet, während man den Schaum mit einem Löffel ein wenig zurückhält. Es ist aber nicht so schlimm, wenn auch schon etwas Schaum mit in die Tasse rutscht. Die Milch soll den Espresso „umspülen“, sodass sie sich sofort vermischen und eine homogene Flüssigkeit bilden. Abschließend kommt der Rest des Milchschaums in die Tasse und man verrührt das Getränk vorsichtig. So wird die Milchschaumschicht zwar dünner, aber dafür bekommt der gesamte Cappuccino eine schön cremige und vollmundige Konsistenz.

Wer möchte, kann den fertigen Cappuccino jetzt nun noch mit etwas Kakaopulver bestäuben, entweder freehand oder aber mit einer sogenannten „Kakao-Schablone“, mit der man kleine Symbole wie Herzchen, Kleeblätter oder Ähnliches auf den Cappu zaubern kann. Fertig ist der originale Cappuccino-Genuß für zu Hause!

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