Was hat es mit dem Starbucks-Logo auf sich?

Starbucks, der Kaffee-Riese aus den USA, war erst kürzlich mit seinen Weihnachts-Bechern in allen Schlagzeilen. Denn dieses Jahr setzte man nicht, wie früher, auf Weihnachtskugeln, Schneeflocken und Co., sondern auf ein schlichtes rotes Design.

Der Aufschrei war groß und manch einer sah schon das Ende des Abendlandes gekommen, doch Starbucks gab sich dickfellig. Das amerikanische Multi-Milliarden-Dollar Unternehmen ist wahrscheinlich Schlimmeres gewöhnt, vor allem, wenn man sich einmal das ursprüngliche Logo von Starbucks ansieht: denn das zeigte, wenig charmant, eine zweischwänzige, barbusige Meerjungfrau, die ihren Schwänze mit den Armen umschlang.

Seattle, die Fischerstadt

starbucks-logo mit schwanz

Als Starbucks 1971 im amerikanischen Seattle gegründet wurde, wollte man ein Logo finden, das den Geist der Stadt einfängt. Und am bekanntesten ist Seattle für seinen Hafen und die damit zusammenhängende Industrie – auch die Kaffeeschiffe landen hier an. Die Gründer von Starbucks erklärten in ihrem Blog, dass das erste Logo ursprünglich ein altnordischer Holzschnitt war, den sie zufällig beim Stöbern in einem Buch gefunden haben. Die zweischwänzige Sirene schien ihnen perfekt – schließlich haben Meerjungfrauen heute ein viel besseres Image als damals.

Denn Sirenen waren ursprünglich nicht die Disney-Meerjungfrauen, die von ewiger Liebe singen, sondern mörderische Nixen, die durch die obszöne Position der Beine / Schwänze Seefahrer in ihr Verderben lockten wollten. Ihr Gesang, die entblößten Brüste – die „Teufelsweiber“ sollen Legenden nach zahlreiche Fischerleben gekostet haben.

Der Zahn der Zeit

Doch Starbucks wollte unbedingt die zweischwänzige Dame als Logo und soll sie auch bis heute noch behalten – allerdings hat sich die Sirene mittlerweile einigen „Schönheitskuren“ unterziehen müssen. Zuerst wurden die Brüste bedeckt, und zwar durch ihre eigenen Haare. Später, als Starbucks an die Börse gehen wollte, musste man noch die zwei Schwänze loswerden. Doch wie? Ganz einfach: indem man einfach den kompletten Unterkörper der Meerjungfrau entfernte und das Logo beschnitt. Nun hält die Sirene also auch heute noch eigentlich ihre Fischschwänze in der Hand, doch kaum einer weiß, was sich dahinter verbirgt.

Wenn man es von dieser Warte aus betrachtet, scheinen die roten Becher dieser Vorweihnachtszeit plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Und man kann sicher sein, dass Starbucks auch diesen Sturm wie ein Leuchtturm in dunkler Nacht einfach überstehen wird.

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